Warum wir das machen

Erzählt von Sandro Gantenbein, Mitgründer und Geschäftsleiter.

Wo Mensch und Technik zusammenkommen, bin ich Feuer und Flamme – und was mich jeden Tag antreibt, sind die Menschen dahinter.

Auf Neurofeedback gestossen bin ich 2015, als ich nach Ansätzen suchte, die an der Selbstregulation ansetzen; seither hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Was mich damals überzeugt hat, war nicht das Versprechen, sondern dass sich hier etwas zeigen liess: eine Kurve davor und eine danach.

Als Ingenieur interessiert mich der Regelkreis – ein EEG- oder HRV-Signal wird in Echtzeit zurückgemeldet, das System lernt aus der eigenen Rückkopplung, und operante Konditionierung wird damit für Prozesse zugänglich, die sonst unterhalb der Wahrnehmungsschwelle laufen. Beim Biofeedback wird dieses Prinzip am deutlichsten: Atmung und Herzratenvariabilität werden laufend gemessen und zurückgemeldet – in Zahlen sichtbar, nicht nur im Nachgespräch.

Genau deshalb legen wir jede Messung offen und sagen ehrlich, wo die Evidenz belastbar ist und wo nicht – in einem Feld mit vielen Versprechen halten wir das für die eigentliche Verantwortung. Wie stark die Studienlage je nach Anwendungsgebiet ist, haben wir in unserem Beitrag zur Evidenz zusammengefasst.

Stress ist nicht der Gegner

Ein Leben ohne Anspannung ist weder realistisch noch erstrebenswert. Eine gewisse Portion Druck braucht es, um sich zu entwickeln – man denke an die Wochen vor einer wichtigen Prüfung.

Die Frage, die wir uns in den Trainings stellen, lautet deshalb anders: Wie kommst du zu deinen Zielen, ohne abends völlig erschöpft zu sein und trotzdem schlecht zu schlafen? Es geht um eine brauchbare Koexistenz mit der eigenen Anspannung, nicht um ihre Abschaffung.

Wie aus ungesundem Stress gesunder Leistungsdruck werden kann, beschäftigt mich auch persönlich. Was ich weitergebe, sind Techniken, um Überanstrengung früh zu bemerken – möglichst so, dass sie ohne Gerät im Alltag funktionieren.

Wer dich begleitet

BRAINLI ist eine kleine Praxis in Buchs SG – du trainierst bei uns nicht mit wechselndem Personal.

Wie wir arbeiten

Wir trainieren mit einem Mind Media Nexus 10 samt Adaptern für Neuro- und Biofeedback sowie mit dem EEG-Gerät Contec KT-88. Beide Geräte sind Medizinprodukte. Für die Auswertung nutzen wir etablierte Analyse-Software – und Schnittstellen, die wir selbst programmieren, damit deine Daten von der Messung bis zum Report zusammenhängen.

  1. Messen

    Beim Neurofeedback zeichnen wir mit 4 bis 32 Elektroden deine EEG-Aktivität auf, beim Biofeedback Signale wie Herzratenvariabilität, Atmung oder Hautleitwert. Die Auswertung besprechen wir mit dir.

  2. Trainieren

    Protokoll, Feedback-Medium und Trainingsziel legen wir gemeinsam fest und passen sie im Verlauf an.

  3. Zeigen

    Nach jeder Sitzung bekommst du deine Daten – auch dann, wenn der Verlauf flach ist.

Einblick in die Praxis

Neurofeedback ist für die meisten Menschen etwas völlig Neues. Hier bekommst du einen Eindruck davon, wie eine Sitzung bei uns tatsächlich aussieht.

Die Vorstellung, mit Elektroden am Kopf zu sitzen, klingt technischer, als es ist. Du sitzt bequem, wir bringen die Sensoren an – das dauert wenige Minuten und tut nicht weh –, und danach schaust du auf einen Bildschirm. Was dort passiert, steuerst du mit deiner eigenen Aktivität: eine Animation bewegt sich weiter, ein Film läuft klarer, ein Ton wird voller. Kein Strom fliesst in dich hinein; wir zeichnen nur auf, was ohnehin da ist.

Unsere Praxis liegt an der Langäulistrasse 17 in Buchs SG, im Werdenberg. Sie ist klein und ruhig gehalten. Nach jeder Sitzung setzen wir uns zusammen und schauen die Daten an, die du gerade produziert hast.

Kurzer Einblick in den Praxisraum von BRAINLI in Buchs SG: Feedback-Animation auf dem Bildschirm, danach eine Person mit EEG-Stirnband auf dem Sofa.

Lern uns kennen

Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Wir klären in Ruhe, ob das Training zu deinem Anliegen passt.

Termin vereinbaren

Neurofeedback und Biofeedback sind bei BRAINLI Trainingsmethoden. Sie ergänzen die Schulmedizin und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung oder Behandlung.